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Unternehmesverkauf Pflegedienst

Pflegedienst verkaufen - 8 Schritte zum Unternehmensverkauf


Die wichtigsten Schritte zum erfolgreichen Verkauf Ihres Pflegedienstes

Der reibungslose Verkauf eines Pflege­dienstes erfordert eine strukturierte und professionelle Vorgehensweise, um den bestmöglichen Wert zu erzielen.

Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, die Ihnen dabei hilft, Ihren Pflegedienst erfolgreich zu veräußern.

Bewertung des Pflegedienstes

Eine fundierte Bewertung Ihres Pflege­dienstes ist der erste Schritt beim Ver­kaufs­prozess. Dabei werden verschie­dene Faktoren wie Finanzen, Kunden­stamm, Marktbedingungen und Wett­bewerb berücksichtigt, um einen realistischen Wert des Unternehmens zu ermitteln.

“Harte” Faktoren zur Bewertung eines Pflegedienstes

Es gibt eine Reihe von Punkten, die bei der Bewertung Ihres Pflegedienstes gut messbar sind und einen wesentlichen Einfluss auf den Verkaufspreis haben. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht und eine Kurzbeschreibung der wichtigsten Kriterien:

Harte FaktorenKurzbeschreibungUmsatz und ErlösDie Gesamt­einnahmen des Pflege­dienstes aus den erbrachten Leistungen.Gewinn / RentabilitätDer erwirtschaftete Gewinn nach Abzug aller Kosten und Ausgaben.Anzahl der Patienten und KundenDie Größe des Kundenstamms des Pflegedienstes.Mitarbeiter­anzahl und ‑qualifikationDie Anzahl der Beschäftigten und deren Qualifikation sowie Erfahrung.Standorte und geografische AbdeckungDie Anzahl und geo­grafische Vertei­lung der Standorte, in denen der Pflege­dienst tätig ist.Dienst­leistungs­spektrumDie Bandbreite der angebotenen Dienst­leistungen, z. B. ambu­lante Pflege, Betreu­ung, spezielle Thera­pien usw.Verträge mit Kranken­kassen und Leistungs­erbringernDie bestehenden Vereinbarungen und Verträge mit Kranken­kassen und anderen Leistungs­erbringern.Qualitäts­bewertungen und Zertifi­zierungenBewertungen und Zertifizierungen, die die Qualität bestä­tigen sowie der allgemeine Stand des QM.Außenauftritt & WebsiteEin Top-Außen­auftritt wirkt attraktiv auf potenzielle Käufer.Technologie und Aus­stattungDer Einsatz moderner Technologien und eine hochwertige Ausstattung der Einrichtung.Rechtliche und regulatorische AspekteDie Einhaltung von Gesetzen, Vorschriften und Standards.


“Weiche” Faktoren zur Bewertung eines Pflegedienstes

Die weichen Faktoren spielen eine ebenso bedeutende Rolle wie die harten Faktoren bei der Bewertung eines ambulanten Pflegedienstes. Sie sind entscheidend für den langfristigen Erfolg und die Attraktivität des Unternehmens für potenzielle Käufer.

Weiche FaktorenKurzbeschreibungReputationDer Ruf und das Anse­hen des Pflege­dienstes in der Gemein­schaft, unter den Kun­den und unter aktu­ellen Mitar­bei­tern sowie potentiel­len Bewerbern.Fachkom­petenzDie Qualifikation und Expertise des Pflege­teams sowie die Er­fah­rung und Spezia­lisie­rung in verschie­denen Pflegebereichen.ArbeitsklimaDie Stimmung, Zufrie­denheit und Zusam­men­arbeit der Mitarbei­tenden, die sich auf die Pflegequalität und das Betriebsklima auswirken.Innovations­gradDie Bereitschaft des Pflegedienstes, inno­vative Technologien, Behandlungsmethoden und Pflegekonzepte zu implementieren.Kunden­orientierungDie Ausrichtung des Pflegedienstes auf die individuellen Bedürf­nisse und Wünsche der Kunden sowie deren Zufriedenheit.Einfluss des aktuellen InhabersDie Fähigkeit des aktu­ellen Inhabers, Prozes­se zu etablieren und Mitarbeiter sowie Kun­den zu binden – auch nach seinem Ausscheiden.


Verschiedene Verfahren zur Bewertung von Pflegediensten 

  • Substanzwertverfahren: Hierbei wird die Differenz zwischen dem Vermögen und den Schulden des Pflegedienstes berechnet (Zerschlagungswert). Es gibt Aufschluss über den materiellen Wert der Einrichtung und den vorhandenen Ressourcen. Dies bildet die Untergrenze des Verkaufspreises.
  • Ertragswertverfahren (Discounted Cash Flow): Dieses Verfahren bewertet die zukünftig erwarteten Erträge des Pflegedienstes, die auf den heutigen Wert abgezinst werden. Das Ergebnis ist ein Barwert, der den potenziellen Ertrag des Unternehmens in der Zukunft berücksichtigt.
  • Multiplikatorverfahren: Dies ist die üblichste Methode. Es verwendet eine Bezugs­größe, die häufig das Betriebsergebnis ist. Diese wird mit einem branchen­üblichen Faktor multipliziert, um den Wert des Pflegedienstes zu ermitteln.

Die genaue Bewertung sollte Experten und Sachverständigen überlassen werden, die sich mit Bewertungsmethoden auskennen, da sonst die Bewertung zu niedrig oder zu hoch ausfallen könnte. Nehmen Sie hier unverbindlich Kontakt auf.


Einfache Faustregel für die Bewertung eines Pflegedienstes

Eine gute Faustregel ist, dass der Verkaufspreis zwischen dem zwei- bis vierfachen des Betriebsergebnisses liegen sollte. Dabei sollte der Unternehmerlohn abgezogen werden.

Rechenbeispiel:

Ein Pflegedienst macht einen kontinuierlichen Umsatz von 1.000.000 EUR. Nach Abzug der Privatentnahme des Inhabers bleibt ein Gewinn von 100.000 EUR übrig. Das heißt, dass ein Verkaufserlös von 200.000 – 400.000 EUR erwartet werden kann.

Praxistipp: Identifizierung von “Red Flags”

Während Sie oder ein Experte Ihren Pflegedienst bewerten, können eine Reihe von wertmindernden Faktoren ersichtlich werden. Im schlechtesten Fall ist der Verkauf sogar unmöglich. Wir empfehlen daher frühzeitig mit den Verkaufsvorbereitungen zu beginnen und diese wertmindernden Faktoren zu beheben sowie wertsteigernde Maßnahmen durchzuführen.


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Hinweis: Dieser Artikel ist Teil unserer Gesundheitswirtschaft-Serie. Kontaktieren Sie uns unter valuation@adamsstrategy.de für Beratungen zu M&A im Pflegebereich.

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